Aktuell übernehmen sieben Anwälte der Kanzlei überregional Insolvenz-verwaltungen (Dr. Michael Jaffé, Miguel Grosser, Sebastian Nolte, Stefan Waldherr, Dr. Philip Heinke, Dr. Andrea Braun-Schnattinger und Dr. Sebastian Braun).
Auszug der bedeutsamsten Verfahren:
KirchMedia GmbH & Co. KG aA
KirchBeteiligungs GmbH & Co. KG
TaurusTV GmbH
Qimonda AG
Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG
Knaus Tabbert Group GmbH
Cinterion Wireless Modules Holding GmbH
TWD GmbH
DyStar Textilfarben GmbH
NICI AG
Formel Eins Beteiligungs GmbH
TaurusMediaTechnik GmbH
Schneider Electronics AG
Grob Aerospace GmbH
Informieren Sie sich über einige ausgewählte Verfahren der Insolvenzverwalter der Kanzlei. Klicken Sie bitte auf den jeweiligen Buchstaben, um sich die Verfahren anzeigen zu lassen.

| Firma | Qimonda AG |
| Sitz | München |
| Gericht |
Amtsgericht München, Az. 1542 IN 209/09 |
| Eröffnungsdatum | 01.04.2009 |
| Insolvenzverwalter | Dr. jur. Michael Jaffé |
| Arbeitnehmer | 1.225 bei der Qimonda AG, 12.000 im Qimonda AG Konzern |
| Geschäftsgegenstand |
Tätigkeit auf dem Gebiet der Forschung, der Entwicklung, der Herstellung und des Vertriebs von elektronischen Bauelementen, elektronischen Systemen und Software |
| Status | laufendes Insolvenzverfahren |
Der Qimonda-Konzern mit der Konzernmutter Qimonda AG ist der einzige noch verbliebene europäische Hersteller und Technologieentwickler von flüchtigen Speicherchips. Der Markt der Speicherchips ist über die vergangenen 30 Jahre durchschnittlich im Preis um 30 % pro Jahr gefallen. In den beiden letzten Jahren vor Insolvenzantrag ist der Preis noch weitaus mehr eingebrochen und gleichzeitig entstand eine enorme Überkapazität auf dem Speicherchipmarkt. Diese Faktoren haben dazu geführt, dass weltweit die gesamte Branche nur mit Milliardenunterstützungen der jeweiligen Staaten überleben kann. Der Insolvenzantrag fiel zudem in eine Phase, in der Deutschland immer stärker in die Finanz- und Wirtschaftskrise geriet.
Die Konzernmutter, die Qimonda AG, wies vielfältige Verzahnungen und Verflechtungen zu den weiteren internationalen Konzerngesellschaften auf. Als Führungsgesellschaft des Konzerns hatte die Qimonda AG die Leitungs- und Zentralfunktionen inne, übernahm das konzernweite Finanz- und Rechnungswesen sowie die Liquiditätssteuerung und steuerte die logistischen Prozesse des Konzerns.
Die Komplexität bereits allein der Waren- und Zahlungsströme innerhalb des Konzerns waren extrem hoch. Die operative Wertschöpfung der Produktions- und Vertriebsprozess und damit der Warenfluss verlief über viele rechtliche Einheiten weltweit. Im Rahmen der Betriebsfortführung in der vorläufigen Insolvenzverwaltung wurde unter schwierigsten Bedingungen ein Umsatz von annähernd € 100 Mio. generiert.
Es wurde ein aufwändiger und weltweiter M&A-Prozess durchgeführt, im Rahmen dessen zahlreiche internationale Investorengespräche stattfanden und verschiedenste Geschäftsmodelle entwickelt wurden. Aufgrund der enormen Marktverwerfungen in der DRAM-Branche und den damit einhergehenden Subventionen anderer Staaten bzw. Kontinenten für die wenigen noch verbliebenen Wettbewerber, konnte ein privatwirtschaftliche Gesamtübernehmer nicht gefunden werden.
Im weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens erfolgt die Verwertung des Assets im Wege von Assets- und Sharedeals, wobei die Qimonda AG über ein einzigartiges Patentportfolio aus ca. 11.000 Patenten und 4.000 Patentfamilien verfügt.