Aktuell übernehmen sieben Anwälte der Kanzlei überregional Insolvenz-verwaltungen (Dr. Michael Jaffé, Miguel Grosser, Sebastian Nolte, Stefan Waldherr, Dr. Philip Heinke, Dr. Andrea Braun-Schnattinger und Dr. Sebastian Braun).
Auszug der bedeutsamsten Verfahren:
KirchMedia GmbH & Co. KG aA
KirchBeteiligungs GmbH & Co. KG
TaurusTV GmbH
Qimonda AG
Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG
Knaus Tabbert Group GmbH
Cinterion Wireless Modules Holding GmbH
TWD GmbH
DyStar Textilfarben GmbH
NICI AG
Formel Eins Beteiligungs GmbH
TaurusMediaTechnik GmbH
Schneider Electronics AG
Grob Aerospace GmbH
Informieren Sie sich über einige ausgewählte Verfahren der Insolvenzverwalter der Kanzlei. Klicken Sie bitte auf den jeweiligen Buchstaben, um sich die Verfahren anzeigen zu lassen.

| Firma | TaurusTV GmbH |
| Sitz | Unterföhring |
| Gericht |
Amtsgericht München, Az. 1502 IN 3378/02 |
| Eröffnungsdatum | 10.06.2003 |
| Insolvenzverwalter | Dr. jur. Michael Jaffé |
| Status | laufendes Insolvenzverfahren |
Die TaurusTV GmbH stellte eines der zentralen Unternehmen der KirchGruppe dar, da in dieser nicht nur eine Vielzahl wichtiger Beteiligungen, sondern auch 59 % an der SAT.1 Beteiligungs GmbH und damit die mittelbare Beteiligung in Höhe von 28,02 % an der ProSiebenSAT.1 Media AG gehalten wurde. Die restlichen 41 % gehörten der Axel Springer AG.
Der TaurusTV-Teilkonzern zeichnete sich durch komplexeste gesellschaftsrechtliche Strukturen aus, die nur unter Würdigung der historischen Gegebenheiten bei der Errichtung und Entwicklung des Privatfernsehens in Deutschland nachvollzogen werden können.
TaurusTV sah sich bei der Eröffnung des Insolvenzverfahrens vor allem bestrittenen Ansprüchen der Axel Springer AG sowie der Universal Studios, Inc., Kalifornien/USA gegenüber, die Gegenstand umfangreicher Gerichtsverfahren in Deutschland und den USA waren. Die angemeldeten Forderungen der Universal-Studios beliefen sich auf € 590 Mio. und der Axel Springer AG auf € 893 Mio.
Die Gläubigerversammlung in dem Insolvenzverfahren über das Vermögen der TaurusTV hat am 26.08.2004 dem von dem Insolvenzverwalter vorgelegten Insolvenzplan nach mehr als einem Jahr langwieriger und intensiver Verhandlungen mit allen im Insolvenzplan zu berücksichtigenden Parteien einstimmig zugestimmt.
Wesentlicher Teil des Insolvenzplanes waren der Universal- und Axel-Springer-Vergleich, wobei in beide Vereinbarungen viele Gesellschaften der ehemaligen KirchGruppe eingebunden werden mussten, um eine endgültige Beilegung der Rechtsstreite zu erreichen.
Diese Vergleiche wurden vor allem durch den Verkauf der SAT.1 Beteilungs GmbH an ein internationales Medienkonsortium finanziert.
Nach Rechtskraft der Insolvenzplans wurde die TaurusTV als operativ tätige Zwischenholding fortgesetzt.
Bei dem Insolvenzplan über das Vermögen der TaurusTV dürfte es sich bis heute um das wirtschaftlich größte Insolvenzplanverfahren seit Inkrafttreten dieser gesetzlichen Sanierungsmöglichkeit am 01.01.1999 gehandelt haben.