Insolvenzverfahren

Aktuell übernehmen sieben Anwälte der Kanzlei  überregional Insolvenz-verwaltungen (Dr. Michael Jaffé, Miguel Grosser, Sebastian Nolte, Stefan Waldherr, Dr. Philip Heinke, Dr. Andrea Braun-Schnattinger und Dr. Sebastian Braun).

Informieren Sie sich über einige ausgewählte Verfahren der Insolvenzverwalter der Kanzlei. Klicken Sie bitte auf den jeweiligen Buchstaben, um sich die Verfahren anzeigen zu lassen.

TWD GmbH


Firma TWD GmbH
Sitz Deggendorf
Gericht

Amtsgericht Deggendorf, Az. 1 IN 47/05

Eröffnungsdatum 01.05.2005
Insolvenzverwalter Dr. jur. Michael Jaffé
Arbeitnehmer 1373
Status laufendes Insolvenzverfahren

 

Als Lieferant von Synthetikgarnen und Spezialfasern für die Bekleidungs-, Heimtextil- und Automobilindustrie sowie für den medizinischen Bereich zählt die TWD zu den renommiertesten europäischen Textilunternehmen. Sie beschäftigte rund 10 % der in der Chemiefaserproduktion in Deutschland im Jahre 2005 noch tätigen Arbeitnehmer. Die Gründung erfolgte 1958 in Deggendorf von Herrn Heinrich Kunert, wobei die Familie Kunert vor dem Zweiten Weltkrieg bereits der größte Strumpfhersteller Europas war.

Im Jahre 2000 waren 2.203 Mitarbeiter beschäftigt, noch zuletzt belief sich der Mitarbeiterstand Mitte Februar 2005 auf gesamt 1.373, davon Deggendorf (Bayern) 877, Glauchau (Sachsen) 157, Konz (Rheinland-Pfalz) 169 und die Kuag Oberbruch GmbH (Nordrhein-Westfalen) 170. Letztere meldete am 15.02.2005 Insolvenz an.

Es bestanden weiter Beteiligungen an der Esda Vertriebs-Service GmbH, Auerbach sowie der Europeyarn GmbH, Bergkamen. Ferner war die TWD Hauptaktionär des portugiesischen Textilunternehmens Fitor.

Unmittelbar nach dem Insolvenzantrag wurde eine umfangreiche Sanierungs- und Fortführungslösung erarbeitet und umgesetzt.

Es ist gelungen, im eröffneten Verfahren für die beiden Betriebe in Deggendorf und im sächsischen Glauchau einen strategischen industriellen Übernehmer zu finden, der im Wege einer komplexen Transaktion (mehrere Asset- und Share-Deals) diese Betriebe übernahm. Damit konnten fast 1.000 Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen dauerhaft erhalten werden.

Verfahren