Petroplus Raffinerie Ingolstadt GmbH: Quote bei 100%

Pressemitteilung

 

Rechtsanwalt Dr. Michael Jaffé
Insolvenzverwalter der Petroplus Raffinerie Ingolstadt GmbH, Ingolstadt

 

Gläubiger und Arbeitnehmer erhalten ihr Geld vollständig zurück:

Insolvenzforderungen können vollständig bedient werden – Quote erreicht 100 Prozent

 

München/Ingolstadt, 22. Februar 2018. Gute Nachrichten für die Gläubiger im Insolvenzverfahren der ehemaligen Petroplus Raffinerie Ingolstadt GmbH (PRI): Alle Insolvenzforderungen können bedient werden. Insolvenzverwalter
Dr. Michael Jaffé veranlasste nun eine weitere Abschlagsverteilung im Volumen von 22,3 Mio. Euro, entsprechend einer Quote von 60 Prozent. Zusammen mit der ersten Zahlung im Mai 2017 haben die Gläubiger der PRI damit 37,1 Mio. Euro erhalten, entsprechend 100 Prozent ihrer nicht nachrangigen Forderungen. Die Gläubiger der PRI (insgesamt rund 740) sind in der Mehrzahl aktuelle und ehemalige Arbeitnehmer der Raffinerie in Kösching.

Bereits im August 2012 war es dem Insolvenzverwalter der ehemaligen deutschen Petroplus-Tochtergesellschaften gelungen, den Geschäftsbetrieb der Raffinerie an ein global tätiges Rohstoffunternehmen zu veräußern. Dabei konnten alle rund 350 Arbeitsplätze erhalten werden. Letztlich wurde damit ein Milliardenschaden auch für die bayerische Wirtschaft vermieden, denn die Raffinerie in Ingolstadt versorgt weite Teile Bayerns mit Kraftstoffen und Heizöl.

Die Petroplus-Gruppe, mit einem Umsatz von rund 20 Mrd. US-Dollar ehemals Europas größter unabhängiger Raffineriebetreiber, hatte Ende Januar 2012 wegen Finanzierungsschwierigkeiten Insolvenz anmelden müssen. In der unmittelbaren Folge löste sich die auf Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Schweiz verteilte, komplexe Konzernstruktur der Petroplus-Gruppe durch die in den einzelnen Ländern eingeleiteten, voneinander unabhängigen Insolvenzverfahren auf. Die deutschen Petroplus-Gesellschaften hatten im Rahmen der Konzernfinanzierung mit einem Kreditvolumen von bis zu 2 Mrd. US-Dollar Sicherheiten in erheblichem Umfang gestellt.

Erst eine Vergleichsvereinbarung zwischen dem Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé, einer Vielzahl von weiteren Gesellschaften europaweit und den ehemals konzernfinanzierenden Banken machte den Weg frei für die außergewöhnlich hohe Befriedigungsquote für die Gläubiger. In der Regel werden in eröffneten Insolvenzverfahren in Deutschland deutlich geringere Werte erzielt. Der Durchschnitt der Quoten liegt dabei im einstelligen Bereich.

Auch die Insolvenzverfahren der übrigen deutschen Petroplus-Gesellschaften sind auf der Zielgeraden. Bereits im Oktober 2016 hatte Jaffé an die Gläubiger der
Petroplus Deutschland GmbH fast eine viertel Milliarde Euro auf die festgestellten Insolvenzforderungen in Höhe von 410,4 Mio. Euro auszahlen können. Das entsprach einer Quote von 60 Prozent. Auch hier sind noch weitere Zahlungen zu erwarten.

Im Insolvenzverfahren der Petroplus Bayern GmbH erhielten die insgesamt 365 Gläubiger, davon 237 ehemalige Wärmeabo-Kunden, bislang rund 7,7 Mio. Euro auf ihre festgestellten Forderungen in Höhe von rund 15,4 Mio. Euro. Das entspricht einer Quote der ersten Abschlagsverteilung von 50 Prozent.  Auch in diesem Verfahren wird die Quote am Ende noch deutlich höher liegen.

 

Weitere Informationen

Zu den national und international bekanntesten Insolvenzverfahren von
Dr. Michael Jaffé zählen der Medienkonzern KirchMedia, Qimonda sowie die deutschen Tochtergesellschaften der Petroplus-Gruppe, des größten unabhängigen Raffineriebetreibers in Europa. Darüber hinaus gelang es ihm, in den letzten Jahren unter anderem die Sanierung des Wohnwagen-Produzenten Knaus Tabbert, der Grob Aerospace sowie der Cinterion Wireless Modules Holding GmbH erfolgreich abzuschließen. Als Insolvenzverwalter der Stadtwerke Gera Aktiengesellschaft, einer Holdinggesellschaft für Beteiligungen der Stadt Gera, die mit der Daseinsvorsorge für rund 200.000 Menschen befasst waren, konnte er die Betriebe nach dem Insolvenzantrag schnell stabilisieren und in der Folge ohne Einschränkungen fortführen. Zwischenzeitlich wurde für alle Beteiligungen eine dauerhafte Fortführungslösung realisiert. Als Insolvenzverwalter der insolventen Fondsgesellschaft NARAT GmbH & Co. KG („Narat“) veräußerte Dr. jur. Michael Jaffé im Sommer 2016 zudem eines der größten Gewerbeimmobilien-Portfolios in Nordrhein-Westfalen.

Das Amtsgericht München bestellte ihn vor kurzem auch als Insolvenzverwalter des Rinecker Proton Therapy Center (RPTC), des ersten vollklinischen Protonen-Bestrahlungscenter in Europa zur Behandlung von Krebspatienten sowie als vorläufigen Insolvenzverwalter der börsennotierten Phoenix Solar AG.

Die Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den führenden Kanzleien in den Bereichen Insolvenzverwaltung, Insolvenzrecht und Prozessrecht, insbesondere in komplexen und grenzüberschreitenden Verfahren. Die Anwälte der Kanzlei verstehen Unternehmenskrise und Insolvenz nicht als Ausdruck unternehmerischen Scheiterns, sondern setzen sich mit großem Nachdruck und Erfolg dafür ein, dass das Unternehmen in der Insolvenz saniert wird, Arbeitsplätze erhalten und zugleich die Gläubiger bestmöglich befriedigt werden, und zwar sowohl innerhalb eines klassischen Insolvenzverfahrens als auch im Rahmen von Eigenverwaltungen und Schutzschirmverfahren. Dr. Jaffé und die Anwälte der Kanzlei werden regelmäßig als Insolvenzverwalter und Sachwalter bestellt; ihre Erfahrungen und ihre Unabhängigkeit sind ein Garant für ein faires und erfolgreiches Verfahren.

 

Für weitere Informationen steht Ihnen gerne zur Verfügung:

Insolvenzverwalter Medienkontakt
Sebastian Brunner
Tel.: +49175/5604673

E-Mail: sebastian.brunner@brunner-communications.de

Datum 22.02.2018
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