Pressemitteilung


Rechtsanwalt Dr. Michael Jaffé
Insolvenzverwalter der Qimonda AG, München


Qimonda-Insolvenzverwalter und Infineon schließen Teilvergleich:
Infineon zahlt 260 Millionen Euro, davon 125 Millionen Euro für den Erwerb der Qimonda-Patente


Gerichtsprozess zur wirtschaftlichen Neugründung und Differenzhaftung wird fortgesetzt


München, 24. September 2014. Wesentlicher Fortschritt bei der Verwertung des Vermögens der insolventen Qimonda AG: Der Qimonda Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé und die Infineon Technologies AG haben sich außergerichtlich über die Beilegung sämtlicher Streitigkeiten – mit Ausnahme des anhängigen Gerichtsverfahrens zur wirtschaftlichen Neugründung und Differenzhaftung – geeinigt. Demnach wird Infineon einen Vergleichsbetrag in Höhe von insgesamt 135 Millionen Euro bezahlen und außerdem sämtliche Patente der Qimonda AG für 125 Millionen Euro erwerben. Weiter fortgeführt wird das vom Insolvenzverwalter der Qimonda AG eingeleitete Gerichtsverfahren gegen Infineon vor dem Landgericht München wegen wirtschaftlicher Neugründung und Differenzhaftung.
Der Vollzug der Vergleichsvereinbarung und des Patentkaufs steht unter dem Vorbehalt des Eintritts verschiedener rechtlicher Bedingungen und wird im nächsten Kalenderquartal erwartet. Die Gläubigerversammlung der Qimonda AG hat der Einigung mit Infineon bereits zugestimmt.
„Wir sind mit diesem Teilvergleich im Insolvenzverfahren über das Vermögen der Qimonda AG einen großen Schritt weitergekommen. In wesentlichen Aspekten des Verfahrens haben wir nun eine Lösung erreicht und im Interesse der Gläubiger eine erhebliche Mehrung der Masse erzielen können“, so Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé.
Die Qimonda AG war bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens im April 2009 einer der führenden Speicherchip-Hersteller der Welt. Ihr Patentportfolio umfasst Patente und Patentanmeldungen welt-weit. Die Schutzrechte betreffen Erfindungen mit Relevanz für die Halbleiter-, Computer- und Tele-kommunikationsindustrie. Im Laufe des Insolvenzverfahrens konnte das Portfolio zunächst durch Lizensierung erfolgreich vermarktet werden, und wurde anschließend im Wege eines internationalen Verkaufsprozesses am Markt angeboten.


Weitere Informationen:
Zu den national und international bekanntesten Insolvenzverfahren von Dr. Michael Jaffé zählen neben Qimonda der Medienkonzern KirchMedia sowie die deutschen Tochtergesellschaften der Petroplus-Gruppe, des größten unabhängigen Raffineriebetreibers in Europa. Darüber hinaus gelang es ihm, unter anderen die Sanierung des Wohnwagen-Produzenten Knaus Tabbert, der Grob Aerospace sowie der Cinterion Wireless Modules Holding GmbH erfolgreich abzuschließen. Zuletzt konnte er den Geschäftsbetrieb der Kaiser GmbH, eines wichtigen Zulieferers für die internationale Automobilindustrie mit 640 Arbeitnehmern, vor dem Aus retten und einen Investor dafür finden. Dr. Michael Jaffé ist vor kurzem auch zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Stadtwerke Gera AG und der Tochtergesellschaft Geraer Verkehrsbetrieb GmbH bestellt worden. Es handelt sich dabei um die erste Insolvenz von Stadtwerken in Deutschland.
Die von ihm gegründete Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter zählt mit 35 Anwälten an acht Standorten in sechs Bundesländern zu den führenden Kanzleien auf dem Gebiet der Insolvenzverwaltung, des Insolvenzrechts, des Prozessrechts sowie den damit im Zusammenhang stehenden Rechtsgebieten in Deutschland. Seit der Einführung des ESUG (Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) zum 01.03.2012 werden Dr. Jaffé und die Anwälte seiner Kanzlei regelmäßig auch als Sachwalter bestellt.


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