Rackl-Unternehmensgruppe: Zukunftslösungen für Filialen gefunden – Fortführung an zahlreichen Standorten gesichert

Olching, Juni 2026

Im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung über die Unternehmen der Rackl-Unternehmensgruppe konnten in den vergangenen Wochen wesentliche Fortschritte erzielt werden. Zwar ließ sich trotz intensiver Bemühungen keine Gesamtlösung für die gesamte Unternehmensgruppe einschließlich der Produktionsgesellschaften finden. Umso erfreulicher ist es, dass für einen Großteil der Filialstandorte tragfähige Zukunftslösungen entwickelt und umgesetzt werden konnten.

Im Rahmen des Investorenprozesses wurden zahlreiche Filialen auf verschiedene regionale Bäckereibetriebe übertragen. Der größte Teil der Standorte wird künftig von der Backstube Wünsche GmbH weitergeführt. Darüber hinaus konnten auch für weitere Filialen individuelle Nachfolgelösungen mit anderen Bäckereibetrieben vereinbart werden. Dadurch bleiben zahlreiche Verkaufsstandorte erhalten und können ihre Kundinnen und Kunden weiterhin mit Backwaren in der gewohnten Qualität versorgen.

Mit den Filialübernahmen konnten zudem zahlreiche Arbeitsplätze gesichert werden. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten bei den jeweiligen Erwerbern eine berufliche Perspektive und werden die Kunden auch künftig an den bekannten Standorten betreuen.

„Auch wenn eine Gesamtlösung für die gesamte Unternehmensgruppe nicht realisiert werden konnte, ist die Sicherung eines großen Teils der Filialen und Arbeitsplätze ein wichtiger Erfolg. Die nun gefundenen Lösungen tragen dazu bei, die langjährige Tradition vieler Standorte fortzuführen und den Kunden weiterhin ein qualitativ hochwertiges Angebot zu ermöglichen“, erklärt Geschäftsführer Xaver Rackl.

Der anspruchsvolle Investorenprozess wurde federführend von dem Team der allea consult GmbH begleitet. Gemeinsam mit der Geschäftsführung, dem Generalbevollmächtigten und dem Sachwalter wurde ein strukturierter Investorenprozess durchgeführt, in dessen Rahmen zahlreiche strategische Investoren und Marktteilnehmer angesprochen wurden. Ziel war es, unter den besonderen Rahmenbedingungen des Insolvenzverfahrens möglichst viele Arbeitsplätze, Standorte und Unternehmenswerte zu erhalten. Die nun erreichten Lösungen für einen Großteil der Filialen sind das Ergebnis eines intensiven und professionell geführten Prozesses sowie der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten. Auch wenn eine Gesamtlösung für die gesamte Unternehmensgruppe letztlich nicht erreicht werden konnte, konnten durch den strukturierten Investorenprozess erhebliche Unternehmenswerte erhalten und zahlreiche Arbeitsplätze gesichert werden.

Generalbevollmächtigter Tobias Sorg ergänzt:

„Die vergangenen Monate waren für alle Beteiligten äußerst herausfordernd. Dass nun für zahlreiche Filialen Zukunftslösungen gefunden werden konnten, ist das Ergebnis eines sehr professionellen und engagierten Zusammenwirkens aller Verfahrensbeteiligten. Dafür gilt allen Beteiligten unser ausdrücklicher Dank.“

Auch der Sachwalter Dr. Michael Schuster von JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter würdigt den Verlauf des Verfahrens:

„Durch die erzielten Lösungen konnten trotz schwieriger Ausgangslage substanzielle Werte für die Gläubiger generiert werden. Ebenso erfreulich ist, dass auch zahlreiche Arbeitsplätze erhalten werden konnten.“

Besonders hervorzuheben sei die konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit aller Beteiligten während des gesamten Verfahrens. Die Geschäftsführung, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Investoren, Vermieter, Geschäftspartner sowie die Verfahrensbeteiligten hätten gemeinsam daran gearbeitet, die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

Das Insolvenzverfahren selbst ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Insbesondere bei der Rackls Backstubn Bäckerei und Konditorei Rackl GmbH & Co. KG wird derzeit die Umsetzung einer Insolvenzplanlösung geprüft und vorbereitet. Ziel ist es, für die Gläubiger eine möglichst hohe Befriedigungsquote zu erreichen und die vorhandenen Vermögenswerte bestmöglich zu verwerten.

Die Familie Rackl bedankt sich ausdrücklich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Loyalität, ihren Einsatz und die stets gute Zusammenarbeit während der vergangenen Monate. Ebenso gilt der Dank den Kundinnen und Kunden, die dem Unternehmen auch in der schwierigen Phase die Treue gehalten haben.

„Ohne die Unterstützung unserer Mitarbeiter und Kunden wäre dieser Weg nicht möglich gewesen. Dafür sind wir sehr dankbar“, erklärt die Familie Rackl. „Die Marke Rackl steht seit Generationen für handwerkliche Qualität und Kundennähe. Wir freuen uns, dass viele unserer Standorte diese Tradition künftig fortführen können.“

Die Rackl-Unternehmensgruppe blickt auf eine über 137-jährige Unternehmensgeschichte zurück und gehörte über Jahrzehnte zu den prägenden Handwerksbäckereien im Großraum München. Die nun umgesetzten Zukunftslösungen ermöglichen es, wesentliche Teile dieses Erbes zu bewahren und fortzuführen.